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 Meine Reise nach Xi'an zum chinesischen Frühlingsfest 2015

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Burkhard

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Anzahl der Beiträge : 62
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BeitragThema: Meine Reise nach Xi'an zum chinesischen Frühlingsfest 2015   Sa Feb 13, 2016 11:43 am

Hallo Freunde,

hier nun der Reisebericht zum chinesischen Neujahrsfest vom letzten Jahr (2015).

Ich wollte einfach mein neues Auto "Haval H6" mal richtig ausfahren. Was lag also näher, als die Reise nach Xi'an zur Familie meiner Frau mit dem neuen Wagen zu wagen?

1400 Kilometer gut ausgebauter Autobahn liegen zwischen Shanghai und Xi'an. Warum also nicht einfach mal losfahren und geniessen. Gesagt getan. Auf geht's.



Eine Freundin meiner Frau wollte auch ihre Eltern in Xi'an besuchen und war daher auch mit in unserer kleinen Reisegruppe. So konnten wir uns beim Fahren abwechseln. Auf dem folgenden Bild seht ihr eine typische Chinesische Warnung an Autofahrer. Sowas steht auf den Rastplätzen als Mahnmal, was einem unvorsichtigen Fahrer passieren kann. Ob das wohl ein Omen für mich ist?



Die Strassen sind unglaublich voll. Auto an Auto reiht sich der endlose Strom aus Fahrzeugen. Am Anfang geht es noch recht flüssig, aber der Verkehr wird immer wieder von temporären Staus unterbrochen, vor allem an den Toll-Gates.



Schliesslich wird es Abend und wir denken über die Übernachtung nach. Wir sind insgesamt bereits 50% der Strecke gefahren. Doch vorher müssen wir noch mal tanken. Also fahren wir an eine der Service-Stationen um unser Auto aufzufüllen. Doch an der Tankstelle staut sich der Verkehr. Wir müssen insgesamt 3 Stunden warten bist wir an der Reihe sind. Dabei zeigt sich die Hartnäckigkeit der Chinesen. Sie versuchen in noch so kleine Lücken reinzudrängen. Sie nutzen jede sich bietende Gelegenheit. Auch vor mir versucht ein Chinese reinzukommen und berührt dabei leicht meinen Haval H6. Ich merke, dass die Berührung nur sehr vage und einmal war, ich der Rede wert. Doch der Fahrer des schmutzigen Kleinbusses scheint seine grosse Chance gekommen zu sehen und als ich kurz vor der Zapfsäule zum stehen kommt, erscheint plötzlich ein Idiot und blockiert meine Weiterfahrt. Es ist der Fahrer des schmutzigen Kleinbusses.

Was ist da los?

Ich ahne es schon. Der Typ will mich wegen des "Unfalles mit Fahrerflucht" anmachen. Ich denke, der wird sich schon wieder beruhigen und versuche das Problem zu ignorieren. Zumal es hinter uns auch laut wird. Die vielen Chinesen hupen wie wild, klar, die wollen ja auch alle tanken. Ich lege mich erstmal schlafen. Es hupt aber immer lauter die wollen dass ich Platz mache und zur Seite fahre. Ich will aber nicht zur Seite fahren, ich will gerade aus fahren um zu tanken. Das geht aber nicht, denn der chinesische Idiot blockiert meine Fahrbahn. Ein richtiger Wegelagerer. Die Chinesen räumen nun die Absperrgitter zur Seite, damit sie Platz haben um an mir vorbeizufahren. Sollen sie machen. Der chinesische Idiot vor mir wird schon aufgeben denke ich. Keine Frau und ihre Freundin versuchen mit dem Idioten zu diskutieren, was aber zwecklos erscheint. Dem wird auch nicht langweilig, er ist in seiner Verblendung so von sich überzeugt, dass er glaubt das er damit durchkommt.

Er telefoniert nun wild herum und meine Frau sagt mir, das sie versuchen die Polizei zu rufen. Ich denke mir, in dem Verkehrschaos kann das ja noch Stunden dauern. Das stimmt auch!

Zwischenzeitlich muss ich mal auf die Toilette und gehe mit meiner Frau in die Servicestation. Dabei schauen wir auch mal beim gegnerischen Auto vorbei, ich will doch den Sachschaden mal inspizieren. Doch da ist nichts zu sehen, wir rubbeln den Dreck von der Stelle an der angeblich ein Kratzer sein soll, doch da ist nichts. Rein gar nichts. Der Typ ist noch bescheurerter als ich dachte.

Es geht ihm nur ums Geld. Er will einen Ausländer abrocken. Er will von mir 700 RMB. Der spinnt wohl. Er kriegt nichts.

Nach drei Stunden kommt dann doch die Polizei. So schaut das aus:



Jetzt beginnt das grosse Feilschen. Worüber die die ganze Zeit reden ist ihr grosses Geheimnis. Es gibt nichts zu bereden, wo kein Schaden ist kann es nichts zu bereden geben. Aber in China gelten andere Regeln und so sagt der Polizist, ich sollte 100 RMB (12 Euro) bezahlen, dann wäre Ruhe. Sonst müssten wir mit auf die Wache und die ganzen Formalitäten regeln.

Meine Frau sagt, wir machen das, damit wir endlich weiter fahren können. Also gebe ich dem Idioten 100 RMB und er schaut sehr enttäuscht aus der Wäsche. Er hat nur 14% von dem bekommen was er wollte. Und ich war ihn endlich los...

Also, auf nach Xi'an. Bzw. erstmal zur Hotelsuche. Es war inzwischen 21 Uhr und wir wollten mal langsam ein Bett finden.

(Teil zwei folgt)
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